Die Deckengestaltung

Hier wird Platz gemacht für die Höhenfresser! Aufgrund der geringen Raumhöhe von 235cm ist hier nicht viel Spielraum, also beschränke ich mich auf maximal 10cm Materialstärke an den äußeren Rändern, mittig werden Schaumstoffe und Tücher eingesetzt.

Idealerweise sollte vor allem im direkten Schallbereich bei Proben und Aufnahmen wenig bis keine Deckenreflexion vorhanden sein, denn einerseits sind ungewollte Erstreflexionen bei Aufnahmen äußerst unangenehm (von Flatterechos sollte gar keine Rede sein) und andererseits wären Rückkoppelungen bei der Probearbeit äußerst unerwünscht. Jedem Musiker liegt der letzte Soundcheck-Pfiff noch in der Magengrube =)

Arbeitsschritte:

Auch hier beginnen wir mit einer Skizze. Wichtig dabei ist die Lattung und die Einteilung der Dämmmatten. Im besten Falle kann man sie im Ganzen verwenden, weil das Schneiden eine nervige und vor allem staubige Angelegenheit ist. Also lieber ordentlich planen - das staubt nicht so!

Sodann geht's an's vermessen der Decke vor Ort. Mit einer Kreideschnur wird die Lattung anskizziert und die benötigten Bohrlöcher angezeichnet. Mit ordentlichem Gerät wird die Lochung vorgenommen. Im besten Falle machen das Freunde des Hauses, denn es staubt wiederum und geht ganz schön in die Händ'.

In die Bohrlöcher werden nun Dübel mit dem Hammer versenkt und in weiterer Folge die 4/6er-Kanthölzer laut Skizze zugesägt und angeschraubt. Hierbei wurden 8mm-Dübel von Fischer verwendet und 6/10er-Schrauben. Es ist darauf zu achten, dass die Kanthölzer richtig gut an der Decke anliegen, also die Schrauben lieber noch etwas nachdrehen, um den nötigen Druck aufzubauen.

Schlußendlich können die Dämmmatten zwischen die Kanthölzer eingelegt und mit einem Hand-Tacker angetackert werden. Naturgemäß hängen die Hanfmatten etwas durch, was anschließend mit der Verkleidung durch den Moltonstoff ein bißchen reguliert wird. Das ist eine sehr staubige Arbeit! Wenn sich da wer finden läßt, wär's wirklich leichter ;)

Akustik:

Bühnenmolton überzogene Hanf-Dämmplatten (4cm) - Die Absorption von allem, was über 4kHz flattert.

gelochte Holzplatten (2cm) - Als Mittenabsorber über 4cm Hanf-Dämmung. Hierfür sind die Türelemente eines alten Kasten gerade richtig.

 

In diesem Falle ein Kleiderkasten aus den 60er-Jahren mit markanter Maserung und der typischen Rundung an den Seiten. Als Verkleidung der LED-Stripes gerade richtig. Die Bohrung der Ornamente war etwas Zeitaufwändig, ist aber schön.

Optik:

Der Raum wird optisch in zwei Bereiche aufgeteilt:

- der dunklere Probenbereich (dark side of the room :)

- der hellere Loungebereich (light side of life :)

 

 

Und wieder wurde bei der Lochung ein individuelles Muster eingearbeitet. Dabei lässt sich sogar das einstige Türschloss einbeziehen ;)

 

Zwischenergebnis:

 

 

Dann folgt Phase3 - die neuen Fenster!

Song des Monats:

Bild des Monats:

2020 02 15 - Hab mir ein neues Audio Interface für mein tonales Studio angeschafft:

Ein Antelope GOLIATH - seines Zeichens 32 Ein- und Ausgänge in einer wirklich beeindruckenden Soundqualität! Oh Yeah!