Kamptal Radtour - TAG 1

Streckenlänge:                       ca. 71km

Straßenbelag:                         Asphalt

Profil:                                      sehr schwer

Km-Leistung:                          ca. 19km/h

Fahrtzeit:                                ca. 3h 45min

Höchste Erhebung:                980m

Höhenmeter:                          1420m / 1150m

Die Erkundung des Waldviertels starten wir am 3.Mai um dreivierteldrei bei angenehmer Temperatur und Sonnenschein am Fuße der Böhmischen Masse in unserem Heimatort Perg.

Die erste Etappe führt uns entlang der Naarntalstrasse, deren gemäßigte Steigung für den Beginn genau das Richtige zum Einpedalen ist, außerdem bietet das Tal immer wieder eine angenehme Abwechslung von Licht und Schatten. Kreuzungspunkt ist die Königswiesenerstrasse, die uns durch Pierbach, dann mit einem kräftigen Anstieg nach Mönchdorf und nach der wohltuenden Abfahrt und einer kurzen Bergwertung durch die Kellergasse direkt in den Ortskern von Königswiesen führt.

Nach einer kleinen Bananen-Balisto-Stärkung geht es die Serpentinen hinauf in die Hochebene des Waldviertels durch den Franzlhüttenwald und der kleinen unscheinbaren Ortschaft Purrath und wir durchholzen das Gebiet bei einer Höhe von knapp 980 Meter bis Arbesbach. Trotz der Plackerei, die uns die Mühlviertler-Alm beschert hat, sind wir hochmotiviert und fühlen uns fit für den letzten Streckenabschnitt des Tages.

Wie erwartet, schlägt das Wetter um und aus Sonnenschein entpuppt sich ein dunkles Wolkenspiel mit Nieselregen, welches die Temperatur auf beachtliche 8Grad sinken lässt. Wir wechseln auf beinah winterliche Adjustierung, um die klammen Finger wieder an den Griff zu bekommen :-)

Ein kurzer Blick zur Burgruine Arbesbach, einklipsen in die Pedale und Fahrt nach Nord-Osten in Richtung Zwettl. Der Weg führt uns über die Landstrasse L7315 durch die Ortschaften Haselbach, Wiesensfeld und Großgundholz, welche bereits die im Waldviertel typischen Ortskerne zeigen. Danach biegen wir rechts auf die Böhmerwaldstrasse auf, die uns nun die letzten 15km nach Zwettl begleitet. Wir puschen uns noch einmal gegenseitig auf, leisten abwechselnd Führungsarbeit und sorgen so für ein ordentliches Tempo, um welches ein Radprofi neidisch werden könnte *g*

In Zwettl angekommen richtet sich unser Focus auf das GH "Robert Hamerling", wo wir unser Nachtlager im Vorfeld bereits reservieren ließen und uns der Wirt mit dem Rundumsorglos-Paket von ausgezeichneter Kost und bestem Zwettler-Bier hervorragend versorgte.

Kamptal Radtour - TAG 2

Streckenlänge:                       ca. 145km

Straßenbelag:                         Asphalt / befestigte Wege

Profil:                                      schwer

Km-Leistung:                          ca. 19,5km/h

Fahrtzeit:                                ca. 8h

Höchste Erhebung:                650m

Höhenmeter:                          2200m / 3100m

Los geht's nach einem ausgiebigen Frühstück um 10.30Uhr zum Hauptplatz von Zwettl, um beim nächsten SPAR den Reiseproviant wieder aufzustocken. Wir richten uns von hier aus nach dem bestens ausgeschilderten KTM-Kamptal-Radweg, welcher uns zuerst zum Stift Zwettl führt. Für eine Besichtigung bleibt keine Zeit, denn unser Weg ist noch weit.

Über Friedensbach und Rastenfeld gehts Überland bis zur Staumauer des Ottensteiner Stausees. Von hier aus führt uns eine lauschige Strasse ca. 7km entlang des Dobra-Stauseeufers. Anschließend gehts bergab bis Krumau/Kamp, wo wir auf der anderen Seite die massive Steigung gen Hornerwald ins Auge fassen und St.Leonhard/Hornerwald um 13Uhr erreichen. Eine Kaffeepause haben wir uns bereits verdient!

Gut ausgerastet nehmen wir den Kurs Richtung Rosenburg in Angriff. Dabei kommt man nicht umhin, die lebendige Landschaft zu bestaunen. Von Granitblöcken und moorähnlichen Gegenden bis Birkenhainen und langgezogenen Hügelketten wird hier alles geboten. Bei der Rosenburg angekommen, gesellen wir unsere "Boliden" am Parkplatz zu ihresgleichen ;-)

Von nun an lassen wir die Bikes Kampabwärts rollen. Der Radweg überrascht bis Langenlois mit einem lebendigem Verlauf durchs Tal und verschiedensten Kieswegen - sehr angenehm! Danach müssen wir uns mit der vielbefahrenen Hauptstrasse zufrieden geben. Um Punkt 18Uhr erreichen wir Krems. Eigentlich hatten wir geplant, hier zu nächtigen, aber fit wie wir sind, legen wir noch ein Schäufelchen nach und nehmen die Wachau in Angriff.

Am Donauradweg angelangt, hat man das Gefühl, als hätte man in einen Ameisenhaufen hineingestochen. Hier läuft der Radtourismus wirklich auf Hochtouren! Aber zur Zeit auch kein Wunder, denn das Marillenblütenfest ist voll angelaufen - dementsprechend gut sind auch die Zimmer bereits belegt :-\ und so nehmen wir die Pedale nochmal kräftig in die Hände und rudern bei Regen durch bis Melk, wo wir dann spätabends um 21Uhr müde und ausgelaugt im "Wachauerhof" eine Bleibe samt ausgiebigem Mahle finden. Das war jetzt auch höchste Eisenbahn!

Kamptal Radtour - TAG 3

Streckenlänge:                       ca. 82km

Straßenbelag:                         Asphalt / befestigte Wege

Profil:                                      sehr leicht

Km-Leistung:                          ca. 19km/h

Fahrtzeit:                                ca. 4h 30min

Höchste Erhebung:                410m

Höhenmeter:                          830m / 700m

Nach nur wenigen Stunden Schlaf genießen wir bei herrlichem Sonnenschein das Frühstück im Wintergarten vom "Wachauerhof" und nehmen um 10.30Uhr wieder das Gelenkstänge in die Hand. Anfangs trotten wir noch auf diversen Landstraßen, aber auf Höhe Pöchlarn haben wir den Donauradweg fest im Griff. "Gleiten statt hetzen" ist der Spruch des Tages, denn aufgrund unseres am Vortag geleisteten Vorsprungs, können wir die Heimfahrt entsprechend locker gestalten.

Bis Ybbs/Donau ist es ein Klacks, lediglich das Sitzfleisch ist von den anspruchsvollen Strecken der Vortage etwas empfindlich. Der Gusto auf einen Steckerlfisch läßt uns in St.Nikola bei Rudi's Piratenkneipe eine Rast einlegen und siehe da, das Bier schmeckt auch vorzüglich dazu. Nach einem Zirbenschnaps ("für die Verdauung" sagt der Wirt) führt die Reise weiter.

Donauaufwärts über Höhe Grein führt uns der Weg weiter bis Ardagger und Wallsee, wo wir uns im GH "Parlament" bei Kaffee und Kuchen die Sonne auf die (Most)Birne scheinen lassen. Ohne Zeitdruck verlassen wir um 18Uhr den Gastgarten und machen uns auf den Weg ins heimatliche Perg.

Song des Monats:

Bild des Monats:

2020 02 15 - Hab mir ein neues Audio Interface für mein tonales Studio angeschafft:

Ein Antelope GOLIATH - seines Zeichens 64 Ein- und Ausgänge via Thunderbolt (32 Kanäle via USB) in einer wirklich beeindruckenden Soundqualität.

Ich bin dann mal im Studio =)